Die langfristige Performance des Dow Jones konnte so gut wie keine Wünsche offenlassen, doch irgendwann endet auch die längste Schönwetterperiode. Angesichts der aktuell zu konstatierenden Kursverluste, welche auf den jüngsten Unruhen an den Finanzmärkten fußen, mehren sich die Zweifel über die Tragfähigkeit der momentan noch intakten Aufwärtsbewegung. Der obere langfristige Chart zeigt, dass das bislang absolvierte Korrekturpotenzial kaum nennenswert und damit eher als geringfügig zu kategorisieren ist.
Seit April vergangenen Jahres bildet sich Welle 5 eines sehr großen Diagonal-Impulses (1-2-3-4-5; Zahlen im Kreis) aus. Mit dem Widerstand bei 56.691 Punkten liegt die Mindestanforderung an Welle 5 in noch relativ großer Entfernung. Zudem tritt eine „5“ sehr gern aus der zugrundeliegenden Formation aus, wie es im Chart durch das Überschreiten der oberen Begrenzungslinie bereits angedeutet ist. Natürlich bildet sich diese Welle nicht geradlinig aus, muss auch Welle 5 Korrekturen ausbilden. Die Ausbildung strukturierterer Korrekturen ist insbesondere auch dadurch als essentiell anzusehen, da es sich hierbei um die letzte Welle einer Wellenabschlussformation handelt.
Der kurzfristige Chart zeigt, dass es der Korrektur der letzten Tage nicht gelungen ist, das im besonderen Maße wichtige 1.00-Retracement bei 47.694 Punkten nicht nachhaltig mittels Schlusskurs zu unterschreiten.
Dieser Aspekt ist als sehr positiv zu interpretieren und kann als Startschuss für eine etwas größere Erholungsphase angesehen werden. Sollte sich im Verlauf der kommenden Tage diese Unterstützung als nicht tragfähig erweisen, würde der Dow Jones sofort bis zur 1,62-Linie (46.031 Punkte) fallen. Wesentlich tiefer geht die Reise indes nicht mehr!